Unser Kiez gestern, heute und morgen?

Die REGENBOGENFABRIK liegt in Kreuzberg SO 36, das dank alternativer Szene und linker Protestkultur vor 1989, (fast) von der Mauer eingeschlossen, als „Unbeugsames Kleines Gallisches Dorf“ galt.

Nach dem Mauerfall war alles anders. Der Bezirk wurde (wieder) zum Zentrum Berlins und der Protest gegen die Freigabe der Oberbaum-Brücke für den Autoverkehr wurde zum Symbol gegen das „neue Kreuzberg“.

Das „legendäre SO 36“ schien Geschichte zu sein und auch das Multi-Kulti-Image bekam Risse. Vieles hat sich verändert: ehemalige BewohnerInnen flohen vor dem Großstadtrummel, neue (vor allem junge Leute) kamen. Viele aber - wie die Regenbogenfabrik - blieben und mit neuen Ideen und Initiativen entwickelte sich der Bezirk scheinbar positiv.

Aber: Gerade weil Kreuzberg wieder „angesagt“ ist, schießen die Mieten durch Spekulationswahnsinn in die Höhe und es kommt zu massiven Verdrängungsprozessen. Die „Gentrifizierung“ genannte Entwicklung scheint noch längst nicht abgeschlossen und keine/r weiß, wie lebenswert das Kreuzberg von morgen sein wird.

Eine andere Diskussion zur Lebensqualität im Kiez steckt in der Auseinandersetzung mit dem Klimawandel. Im Hinterhaus der Regenbogenfabrik wurde mal durchgespielt, wie viel oder wie wenig mensch direkt vor Ort für den Klimaschutz tun kann.

Weitere Themen: