Schadow in Stettin

Wie kehrte Friedrich der Grosse nach Stettin zurück

Vortrag von Dr. Dariusz Kacprzak
- in Kooperation mit Städtepartner Stettin und dem Polnischen
  Sozialrat

9.5.17 | 20 Uhr | RegenbogenKino

Das Marmorstandbild Friedrich II von Hohenzollern von Johann Gottfried Schadow, das heute zum Bestand des Nationalmuseums Stettin gehört, wurde auf Wunsch der Ritterschaft der Provinz Pommern in Stettin geschaffen und am 10. Oktober 1793 auf dem Königsplatz in Stettin als das erste Denkmal des Rex Borussorum im öffentlichen Raum errichtet.

Friedrich II von Schadow, Portrait

2009 entschied das Nationalmuseum in Stettin, dass die bei Kriegsende schwer beschädigte Skulptur restauriert werden sollte.

Im Rahmen des deutsch-polnischen Gemeinschaftsprojekts der Schadows Gesellschaft Berlin e. V. und des Nationalmuseums Stettin wurde die Konservierung-Restaurierung des Kunstwerkes durchgeführt.
Fünf Jahre lang - von 2011 bis 2015 - wurde die Schadows Königstatue als Stettiner Botschafter in Berlin, in der „Kleinen Kuppel“ des Bode-Museums SMPK präsentiert.
Seit 2016 ist sie wieder in Stettin, im neu gestaltenden und mit Glas bedeckten Innenhof des Nationalmuseums Stettin – Museums der Reginalen Traditionen ständig dem Publikum gezeigt.

Friedrich II, total

Der Vortrag wird der interessanten Entstehungsgeschichte des Schadows-Kunstwerkes und seinen weiteren schwierigen Schicksal, den die deutsch-polnische gemeinsame Geschichte abgespiegelt hat, gewidmet.


Dr. Dariusz Kacprzak, Nationalmuseum Stettin, Akademie der Künste, Stettin, geb. 1971.
Studium im Institut für Kunstgeschichte an der Warschauer Universität (1995) und Nachdiplomstudium für Museumskunde (2004), Dissertation an der selben Universität:
Die Kunstsammlungen der Lodzer großindustriellen Burguoisie 1880–1939 (2012). Jahrelang Kustos der Alten Meister im Kunstmuseum in Łódź und seit 2008 Hauptkustos und Wissenschaftsdirektor des Nationalmuseums Stettin. Stellvertretender Chief-Editor des Jahrbuches “Muzealnictwo” (Museumskunde, Nationalinstitut für Museumskunde und Schutz der Sammlungen in Warschau).
Z
ahlreiche Beiträge zur europäischen Kunst der früheren Neuzeit und des 19. Jahrhunderts mit besonderer Berücksichtigung der Sammlungsgeschichte und Museumswesen.

Autor (Mitautor) und Herausgeber (Mitherausgeber) diverser Ausstellungs- und Bestandskataloge sowie Verfasser zahlreicher Artikel, die in Polen, Tschechien, Holland, Österreich und Deutschland veröffentlicht worden sind.

Mitglied des Vereins der polnischen Kunsthistoriker, Vereins der polnischen Museumsfachleuten, International Council for Curators of Dutch and Flemish Art (CODART), International Council of Museums (ICOM), Freundeskreis Kunsthaus Dahlem – Bernhard Heiliger und Ehrenmitglied der Schadow Gesellschaft Berlin.

Das Buch "Die Kunstsammlungen des gelobten Landes, Warschau 2015" wurde kürzlich mit dem Feliks-Jasiński-Preis in Krakau ausgezeichnet.


Eintritt frei - Spenden willkommen.

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