Der Weg zur neuen Verfassung

Zur derzeitigen Situation in Chile

- Chile in Revolte

Di., 31.3.20 | 19 Uhr | RegenbogenKino

Leider müssen wir absagen! 

Über das Projekt:
Kurz nach dem Ausbruch des Aufstandes in Chile am 18. Oktober 2019 veröffentlichten wir, ein Kollektiv von in Leipzig lebenden Chilenen, eine 10-minütige Found-Footage-Dokumentation, um die mangelnde Analyse in den Medien auszugleichen und die Massenproteste historisch zu kontextualisieren.
Nachdem dieses Video verbreitet wurde, ergab sich die Gelegenheit, nach Santiago, Chile, zu reisen, um das Geschehen eingehender zu dokumentieren.

Anstatt die Proteste selbst zu dokumentieren, die unserer Meinung nach in den globalen Medien bereits weitgehend unzulänglich analysiert wurden, haben wir uns entschieden, Szenen und Perspektiven jenseits der Straßenkonfrontationen zu suchen, die im Epizentrum von Santiago stattfanden. Die Betrachtung lag darauf, was unserer Meinung nach nicht sichtbar war: die Perspektiven von Aktivisten und Organisatoren, aber auch von Umstehenden und Passanten, von Taxifahrern und Straßenreinigern.

Der daraus entstandene Dokumentarfilm fängt die Herausforderungen, Widersprüche, Unsicherheiten und Spannungen innerhalb der chilenischen Gesellschaft in einem Land ein, das sich in einem raschen Transformationsprozess befindet, in dem jahrzehntelang angesammelte Unzufriedenheit ausbricht und Traumata und Erinnerungen an die Pinochet-Diktatur die Art und Weise bestimmen, wie die Proteste gelebt und interpretiert werden. Wir sind der Meinung, dass das, was derzeit in Chile geschieht, von größerer Bedeutung ist, da das Land, das als Versuchsfeld für die neoliberale Wirtschaftspolitik genutzt wurde und später als "Oase" der Stabilität in Lateinamerika bekannt wurde, wieder aufersteht und die diesem Wirtschaftsmodell innewohnende Gewalt in ihrem ganzen Ausmaß offenbart wird.

Die Dreharbeiten wurden durch einige unabhängige Spenden finanziert, aber größtenteils aus unserer eigenen Tasche. Ein starkes Gefühl der Dringlichkeit, diesen Film öffentlich zu machen, sowie der Wunsch nach Autonomie über den Schnittprozess und die Geschichte, die wir erzählen wollen, führten dazu, dass wir uns dafür entschieden haben, die Mittel durch Crowdfunding zu sammeln, anstatt auf Gelder von irgendeiner Stelle oder Organisation zu warten.
Während wir derzeit durch die Organisation von Veranstaltungen in unserer Gemeinde und in anderen deutschen Städten Gelder sammeln, fehlt es uns noch an der nötigen Summe, um die Postproduktion abzuschließen.

Daher appellieren wir nun an potenzielle Spender und Unterstützer, uns beim letzten Schritt zu helfen.

Links/Kontakt:
- GoFundMe Crowdfunding-Seite: https://www.gofundme.com/f/chileinflammen

- Vimeo: https://vimeo.com/chileinflamme

- E-Mail: chileinflammen@gmail.com

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